Bundesverfassungsgericht

Verfassungsbeschwerde: Wir dokumentieren die Verfassungsbeschwerde Containern

Rechtsanwalt Max Malkus: 9. November 2019 - 11:08 Uhr

An dieser Stelle dokumentieren wir die Verfassungsbeschwerde im Container- Fall von „Caro & Franzi“ (Olchis Containern).
Die Verfassungsbeschwerde konnte möglich werden, durch tatkräftige Unterstützung der Gesellschaft für Freiheitsrecht (GFF), Sarah Lincoln, Jakob Hohnerlein und meiner Kollegin Susanne Keller .

Die vollständige Verfassungsbeschwerde „Containern“ finden Sie als .pdf, indem Sie auf diesen Link klicken. (Anlagen)

Verfassungsklage gegen die strafrechtliche Verurteilung des Containerns.

Rechtsanwalt Max Malkus: 6. November 2019 - 7:30 Uhr

Verfassungsklage gegen die strafrechtliche Verurteilung des Containerns.

(Karlsruhe/Leipzig – 06.11.2019)
Die Entscheidungen in den Strafverfahren „Containern“ (BayObLG, 02.10.2019 – 206 StRR 1013/19, 206 StRR 1015/19; AG Fürstenfeldbruck, 30.01.2019 – 3 Cs 42 Js 26676/18) werden wegen der Verletzung des rechtlichen Gehörs und der Verletzung des Ultima-Ratio-Grundsatzes, sowie wegen eines verfassungswidrigen Verstoßes gegen die Staatszielbestimmung des Schutzes der natürlichen Lebensgrundlage und der Tiere (Art. 20a Grundgesetz) als grundrechtsrelevante Verstöße gegen die Rechte der Studentinnen Caro und Franzi dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eingereicht.
„Die Entscheidungsfindung in den Instanzen ist geprägt von einer Rechtsvorstellung des einfachen bürgerlichen Gesetzgebers aus dem Jahr 1900. Unsere Verfassung trat erst 1949 in Kraft und auch die einfache Gerichtsbarkeit muss unter Berücksichtigung der neueren verfassungsgesetzgeberischen Intention das Recht auslegen. Im Jahr 2019 können wir uns Strafverfahren wegen der praktischen Ressourcenrettung an deutschen Gerichten nicht nur nicht mehr zu Recht nicht vorstellen, die tatsächliche Verurteilung bedeutet für viele Menschen eine Stigmatisierungen in ihren Bestrebungen diese Welt zu einem besseren Ort zu machen.“ erklärt einer der Verteidiger und Rechtsanwälte in dem Verfahren Max Malkus.  „Die Eigentumsfrage muss anders beantwortet werden, als mit einer strafrechtlichen Verurteilung, wenn de jure wertlose Lebensmittel genießbar sind und sie zur Vernichtung entsorgt werden sollen“, so Malkus weiter.
Die Einreichung der Verfassungsbeschwerde muss binnen einer Frist eines Monats nach dem letztinstanzlichen und rechtskräftigem Zustandekommen des Schuldspruchs begründet werden. Zusammen mit den RechtswältInnen Susanne Keller und Max Malkus, und UnterstützerInnen, die Gesellschaft für Freiheitsrechte und dem gemeinnützigen Verein Campact e.V. werden die Studentinnen Caro und Franzi am kommenden Freitag ihre Argumente und Verfahrensbegründungen einreichen.
Beginn einer begleitenden Kundgebung ist 11 Uhr am Schlosspark gegenüber dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe (Adresse: Schloßbezirk 3, 76131 Karlsruhe).
Pressemitteilung
www.liebknechthaus.lawyer
6-11-19

Gewerkschaften streiten im Zweifel für ihre Mitglieder - Tarifvertragliche Differenzierungsklauseln sind grundsätzlich zulässig. - BVerfG - 1 BvR 1278/16

Rechtsanwalt Max Malkus: 21. Dezember 2018 - 12:29 Uhr

Gewerkschaften streiten im Zweifel für ihre Mitglieder – Tarifvertragliche Differenzierungsklauseln sind grundsätzlich zulässig. – BVerfG – 1 BvR 1278/16

Das Bundesverfassungsgericht hat am 14.11.2018 mit Beschluss klar gestellt, dass die negative Koalitionsfreiheit eines nicht- Gewerkschaftsmitglieds nicht verletzt wird, wenn der Arbeitnehmer nicht im Plan für Überbrückungs- und Abfindungsleistungen in einem Sozialtarifvertrag berücksichtigt wird, weil er kein Mitglied der Gewerkschaft ist.

„Der Beschwerdeführer erhielt die Leistungen nicht, da er keiner Gewerkschaft angehörte. Er wurde lediglich arbeitsvertraglich und durch einen Sozialplan begünstigt. Seine Klage auf die weiteren Leistungen blieb erfolglos.“

Damit verteidigt das Bundesverfassungsgericht zum einen das Prinzip der kollektiven Interessenvertretung, und stellte zum anderen klar, dass nicht davon auszugehen ist, dass die Vorteile aus tarifvertraglichen Regelungen für Gewerkschaftsmitglieder „zulasten der Nichtorganisierten ausgezehrt werden“.

Beschluss v. 14.11.2018 BVerfG – 1 BvR 1278/16:
Pressemitteilung v. 21.11.2018