DER SPIEGEL: "Containern - Raus aus der Tonne"

von Alexander Kühn

„…Im Januar verwarnte das Amtsgericht Fürstenfeldbruck Caro und Franzi »wegen gemeinschaftlichen Diebstahls«. Malkus legte Revision ein, er will weiterkämpfen, bis zum Freispruch. Er sagt: »Es gibt nichts Offensichtlicheres, als dass ein Gegenstand, den jemand in die Mülltonne wirft, als herrenlos gilt.« Was das Gericht den Frauen auferlegte, ist nicht ohne Komik. Jede von ihnen soll nicht nur 225 Euro zahlen – die Summe ist auf Bewährung ausgeschrieben –, sondern auch acht Stunden gemeinnützige Arbeit leisten: bei der Tafel. Weil sie Lebensmittel gerettet haben, sollen sie dort nun Lebensmittel retten.“

DER SPIEGEL
Umgang mit weggeworfenen LebensmittelnRaus aus der Tonne (32/19 S. 67 f)
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Presseinformation: Verwarnung im Containerprozess in Fürstenfeldbruck

Verwarnung im Containerprozess in Fürstenfeldbruck.

(Leipzig/Fürstenfeldbruck, 31.01.19)
Das Gerichtsverfahren in Fürstenfeldbruck wegen der Entnahme von weggeworfenen Lebensmittel eines Supermarktes endet mit einer Verwarnung wegen Diebstahls an wertlosen Lebensmitteln.

In der Hauptverhandlung am 30.01.2019 hielt die Staatsanwaltschaft München II bis zuletzt das öffentliche Interesse an der Verurteilung zweier Studentinnen wegen eines besonders schweren Fall des Diebstahls an bereits entsorgten Lebensmitteln aufrecht. Das Gericht ging dabei entgegen der Anklage davon aus, dass die aufgefundenen Lebensmittel, die nach Aussage der Polizei aus Müllcontainern eines Supermarktes in Olching stammten, als wertlos einzustufen seien. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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