DER SPIEGEL: "Containern - Raus aus der Tonne"

von Alexander Kühn

„…Im Januar verwarnte das Amtsgericht Fürstenfeldbruck Caro und Franzi »wegen gemeinschaftlichen Diebstahls«. Malkus legte Revision ein, er will weiterkämpfen, bis zum Freispruch. Er sagt: »Es gibt nichts Offensichtlicheres, als dass ein Gegenstand, den jemand in die Mülltonne wirft, als herrenlos gilt.« Was das Gericht den Frauen auferlegte, ist nicht ohne Komik. Jede von ihnen soll nicht nur 225 Euro zahlen – die Summe ist auf Bewährung ausgeschrieben –, sondern auch acht Stunden gemeinnützige Arbeit leisten: bei der Tafel. Weil sie Lebensmittel gerettet haben, sollen sie dort nun Lebensmittel retten.“

DER SPIEGEL
Umgang mit weggeworfenen LebensmittelnRaus aus der Tonne (32/19 S. 67 f)
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derFreitag – Gegen das Verderben – Container-Prozess in Olching

Theresa Leisgang | der Freitag Ausgabe 49/2018

…Der Jurist Max Malkus wehrt sich gegen diese konservative Rechtsauslegung: „Ich gehe davon aus, dass jemand, der etwas in die Mülltonne wirft, sein Eigentum aufgeben will.“ Malkus, Anwalt vieler selbsternannter Lebensmittelretter, will auch im Fall von Franzi und Caro vor Gericht seine Meinung vertreten: Ohne Eigentum kein Diebstahl. Dass „Containern“ grundsätzlich vom Gesetzgeber entkriminalisiert werden muss, forderte Malkus schon 2016 in einem ausführlichen Gastbeitrag im Magazin für Restkultur

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